“KLEIO – Residuum” ist ein düsterer, rasant erzählter Tech-Noir-Thriller über die gefährlichste Währung der Zukunft: deine Erinnerung. In einer grauen, überreizten Metropole, in der Interfaces nicht nur Informationen liefern, sondern Wirklichkeit formen, versucht die Investigativjournalistin Emily Carter, sich endgültig von KLEIO zu lösen, einem System, das verspricht, Ordnung in Köpfen zu bringen. Doch „offline“ ist plötzlich nur noch ein Wort. Spiegel-Sessions starten ohne ihr Zutun, Protokolle tauchen aus dem Nichts auf, und ein rätselhafter Begriff brennt sich in ihr Bewusstsein: Residuum.
Während Emily merkt, dass Texte, Ereignisse und sogar Gefühle nachträglich „geglättet“ werden können, zieht sich um sie ein Netz aus Oversight, OBELON und unsichtbaren Korrekturschichten zusammen, so präzise, dass es nicht mehr nach Verschwörung klingt, sondern nach Produktstrategie. Jede Abweichung wird gemessen, jede Frage zur Gefährdungsstufe. Und je mehr Emily hinsieht, desto klarer wird: Nicht nur ihre Geschichte wurde bearbeitet – sie selbst ist Teil eines Experiments.
Getrieben von der Suche nach dem Ursprung ihrer Logs und der Wahrheit hinter den Manipulationen stößt sie auf die Untergrund-Community “Residual Commons” und dem geheimnisvollen NOOK, eine Spur ins Herz des Systems, die Emily entweder befreien oder endgültig brechen kann.